Bereits vor einem Jahr waren die Kreditzinsen für Privatpersonen und auch Unternehmen so günstig wie nie. Das gilt auch für langfristige Darlehen, so dass neue Kreditnehmer große Planungssicherheit hatten und zahlreiche neue Kredite abschlossen.

Laut Schufa wurden 2017 mehr als acht Millionen neuer Ratenkredite von Privatpersonen abgeschlossen und Prognosen gehen davon aus, dass 2018 ein weiterer Anstieg verzeichnet wurde. Laut Experten sollten die Zinsen Mitte bis Ende 2019 wieder ansteigen, allerdings sieht es nun mehr ganz anders aus.

Werden die Zinsen 2019 vielleicht sogar noch weiter sinken? Das könnte potentiellen Kreditnehmern gelegen kommen, weil Darlehen dann günstiger werden.

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Kredit und Zinsen: So hängt beides zusammen!

Elementar für die Kosten eines Kredits sind die Zinsen, da sie die Höhe der Gebühr bestimmen, die für die Leihe des Geldes erhoben wird. Je höher die Kreditzinsen, desto höher sind also auch die Kosten. Geringe Kreditzinsen, wie aktuell vorhanden, ermöglichen es den Menschen, sich günstig Geld zu leihen. Dabei legen die Banken ihre Zinsen nicht einfach wahllos fest.

Den größten Einfluss auf die Zinsentwicklung hat die Europäische Zentralbank (EZB), weil sie die überregionale Finanzpolitik in der EU festlegt. Über die Finanzpolitik versucht die EZB die Wirtschaft zu stabilisieren. Im Zusammenhang mit den Kreditzinsen ist der Leitzins eine Stellschraube, um Einfluss auf die Wirtschaftsentwicklung zu nehmen.

Der Leitzins legt fest, zu welchem Zinssatz sich die Banken bei der EZB Geld leihen können. Ist es für die Banken günstig, neues Kapital von der EZB zu erhalten, können die Kreditinstitute entsprechend günstige Kreditzinsen für die Verbraucher anbieten. Aktuell liegt der Leitzins bei 0,0 Prozent.

Die Banken erhalten also frisches Geld zum Nulltarif. Aufgrund der Kosten, die Banken tragen müssen, können sie natürlich keinen Zinssatz von 0,0 Prozent für Verbraucher anbieten. Dennoch sind die Zinsen für Kreditnehmer erfreulich günstig.

 

So beeinflusst die EZB die Zinsen aktuell

Die Kreditzinsen könnten nun noch etwas weiter sinken, weil die EZB Anfang März bekannt gegeben hat, dass die Leitzinsen bis Ende 2019 nicht angehoben werden. Dadurch haben die Banken eine bessere Planungssicherheit und könnten längerfristig niedrigere Zinsen als zuletzt anbieten. Das ist für Kreditinteressenten natürlich von Vorteil.

Spielen Sie mit dem Gedanken einer Kreditaufnahme, ist 2019 Ihre Chance. Sichern Sie sich noch dieses Jahr die günstigsten Kreditkonditionen, die Sie sowohl für Kleinkredite als auch für langfristige Darlehen erhalten.

 

Zinsen sinken dank Brexit und US-Handelskrieg!

Die Leitzinsen bleiben also auf null. Negativzinsen sind zwar technisch generell möglich. Ein negativer Leitzins würde aber die Bankenwelt auf den Kopf stellen. Niedrigere Kreditzinsen sind aufgrund der globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aber für 2019 und vermutlich auch darüber hinaus wahrscheinlich.

Die Gründe für das Festhalten an dieser Politik liegen laut EZB-Chef in der Wachstumsverlangsamung in der Euro-Zone und der aktuellen globalen Wirtschaftslage. Vor allem zwei Faktoren spielen eine entscheidende Rolle:

 

  1. Brexit verunsichert Konsumenten und Anleger:
    Seit Monaten beherrscht der Austritt Großbritanniens aus der EU vermehrt die Nachrichten. Die wirtschaftlichen Folgen sind noch nicht absehbar, aber viele Experten gehen von negativen Auswirkungen aus. Das Wirtschaftswachstum solle sinken und womöglich in den negativen Bereich abrutschen – die Wirtschaft im britischen Königreich wird demnach also schrumpfen.

    Das verunsichert sowohl Konsumenten als auch Anleger. Die Folge sind weniger Investitionen seitens der Anleger und ein zurückhaltendes Kaufverhalten der Konsumenten; zu einem Großteil innerhalb Großbritanniens, aufgrund der vielen Handelsbeziehungen aber natürlich auch im Rest Europas und zum Teil auch der Welt.

    Das aktuell zu beobachtende Hickhack trägt indes nicht dazu bei, die Verbraucher, Investoren und Unternehmer zu beruhigen. Dementsprechend ist eine schwächere wirtschaftliche Prognose nur logisch. Grund genug für die EZB den Leitzins nicht zu erhöhen.

  2.  

  3. US-Handelskrieg mit China und der EU:
    Ein weiterer entscheidender Faktor für die Weltwirtschaft ist die USA. Die wirtschaftlichen Entscheidungen der US-amerikanischen Außenpolitik führen zu weiteren negativen Konsequenzen und zusätzlicher Verunsicherung.

    Grund dafür ist der von Donald Trump losgetretene Handelskrieg mit der EU und mit China.Höhepunkt in der Auseinandersetzung mit China waren die von den USA verhängten Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte, die aus China stammen. China antwortete mit Strafzöllen auf verschiedene US-Produkte. Der Streit hat aufgrund der globalen Handelsverflechtungen indirekte Auswirkungen auf die Wirtschaft in Europa.

    Direkt auf die europäischen Unternehmen könnten sich indes die angedrohten Strafzölle auf europäische Autoimporte, die auch die deutsche Autoindustrie erheblich treffen würden. Die Verunsicherung ist groß, weshalb Investoren auch zurückhaltend agieren. Für einen Anstieg der Leitzinsen sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen daher nicht gegeben.

 

Kreditnehmer aufgepasst: gute Chancen auf weiteres Zinstief 2019!

Das Fazit ist somit klar: Wenn Sie aktuell überlegen, ob Sie ein Darlehen aufnehmen wollen, sind Sie noch nicht zum Handeln gezwungen. Auch Ende 2019 können Sie sich noch die günstigsten Kreditkonditionen sichern. Experten sehen vor März 2020 keine Zinserhöhung seitens der EZB ins Haus stehen, so dass das Zinstief auch für Kredite 2019 bestehen bleibt.

Aber auch wenn Sie sich jetzt um einen Kredit bemühen, machen Sie nichts verkehrt. Führen Sie eine kostenlose und unverbindliche Kreditanfrage bei Bon-Kredit.de durch und wir suchen für Sie den Kredit mit den besten Konditionen.