Deutschland macht keine neuen Schulden

Während Griechenland von einer Krise zur nächsten taumelt, sind Deutschlands Finanzen so solide wie lange nicht mehr. Nachdem Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bereits im vergangenen Jahr das Ziel der „schwarzen Null“ erreicht hatte, soll der Bund auch 2016 nicht mehr Geld ausgeben als er einnimmt.

Zum zweiten Mal in Folge würde somit die Neuverschuldung bei Null liegen.

Ebenso ausgeglichen sieht die mittelfristige Finanzplanung des Finanzministers aus. In den Jahren 2017 bis 2019 will der Bund ebenfalls keine neuen Schulden aufnehmen.

2015 war das erste Jahr seit vier Jahrzehnten, in denen Deutschland die Finanzierung ohne neue Kredite gelungen ist. Das ist ganz sicher eine gute Nachricht. Allerdings darf man nicht vergessen, dass es laufende Darlehen in gigantischer Höhe gibt: 2,16 Billionen Euro hat sich die Bundesrepublik bei verschiedenen Gläubigern geliehen. Das sind 2.160 Milliarden – nur zur Erinnerung: 1.000 Millionen machen eine Milliarde.

Die alten Schulden müssen irgendwann abbezahlt werden – das ist bei einem Staat nicht anders als bei privaten Kreditnehmern oder Unternehmen, die sich mit Darlehen finanzieren. Und von einem echten Abbau der Schulden ist Deutschland auch bei einem aktuell ausgeglichenen Haushalt noch weit entfernt.
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