6 Gründe für eine Kreditabsage von der Bank

Wenn von der Bank eine Kreditabsage kommt, dann können viele Gründe dahinter stecken. Die wichtigsten haben wir für Sie zusammengefasst – und wir geben Ihnen konkrete Tipps, wie Sie mögliche Hindernisse auf dem Weg zum Kredit beiseite räumen können.

Das Problem: Negative Schufa-Auskunft

Bei vielen Banken scheitert die Kreditsuche an negativen Merkmalen bei der Schufa. Hinweise auf Zahlungsschwierigkeiten in der Vergangenheit und ein zu niedriger Schufa-Score gelten bei vielen Instituten als KO-Kriterium während der Kreditprüfung.

Die Lösung: Experten raten, dass Verbraucher mindestens einmal pro Jahr eine Selbstauskunft bei der Schufa anfordern sollten. Das Unternehmen muss die Daten kostenfrei zur Verfügung stellen (eine detaillierte Anleitung finden Sie hier). Gegen ungerechtfertigte Negativeinträge sollten Sie sich zur Wehr setzen. Generell bleiben Ihre Daten bei der Schufa über Jahre hinweg gespeichert, und entsprechend lang belasten Negativmerkmale Ihre Kreditwürdigkeit. Bei Anbietern wie Bon-Kredit erhalten Sie auch mit einer „schlechten Schufa“ faire Kredite.

Das Problem: Fehlendes oder zu geringes Einkommen

Jeder Kreditnehmer muss in der Lage sein, die Raten für sein Darlehen zu bezahlen. Ein regelmäßiges Einkommen in ausreichender Höhe ist deshalb zwingende Voraussetzung für die Aufnahme eines Kredites. Die Bank checkt im Zuge der Kreditprüfung, ob dem Kreditinteressenten genug Geld zur Verfügung steht. Wichtig ist, dass nach Abzug der festen Kosten (wie Miete, Versicherungen, sonstige Lebenshaltungskosten) genug finanzieller Spielraum für die Rückzahlung des Kredits bleibt.

Die Lösung: Wenn kein ausreichendes Einkommen vorhanden ist, fehlt den Banken die nötige Sicherheit für die Vergabe eines Kredites. Die Lösung kann ein zweiter Antragsteller sein. Er haftet genauso wie der erste Kreditnehmer für die Schulden gegenüber der Bank. Das Geldinstitut hat also zwei Einkommen und nicht nur eines als Sicherheit – das erhöht die Chancen auf eine Kreditzusage.

Das Problem: Befristete Arbeitsverträge

Auch mit einem regelmäßigen Einkommen ist die Aufnahme eines Kredites manchmal schwierig – nämlich dann, wenn es sich lediglich um einen befristeten Arbeitsvertrag handelt. Die Banken wünschen sich eine feste Beschäftigung auf Dauer. Kein Wunder, denn die meisten Kredite haben lange Laufzeiten von 36, 48, 60 oder mehr Monaten. Zeitverträge gelten deshalb als problematisch. Dasselbe gilt für die Probezeit. Wer einen neuen Job antritt, muss in der Regel zunächst ein halbes Jahr Probezeit überstehen. Während dieser Phase kann der Arbeitgeber den Vertrag sehr kurzfristig beenden. Deshalb bekommt man bei der Bank zumeist erst dann Kredit, wenn die Probezeit vorüber ist.

Die Lösung ist auch bei befristeten Arbeitsverträgen oft ein Mitantragsteller. Wichtig ist allerdings, dass der zweite Antragsteller unbefristet beschäftigt ist. Er sollte eine dauerhafte Beschäftigung und ein ausreichendes Gehalt (1.000 Euro und mehr pro Monat) nachweisen können.

Das Problem: Titulierte Forderung

Eine titulierte Forderung ist eine unbestrittene Forderung eines Gläubigers, die vom Gerichtsvollzieher eingetrieben werden kann. Wer seine Rechnungen nicht bezahlt und auch auf Mahnungen nicht reagiert, muss mit einem Mahnbescheid rechnen. Und der verwandelt sich nach zwei Wochen in einen vollstreckbaren Titel. Für Banken ist das ein Alarmsignal, und deshalb lehnen Sie den Kreditwunsch ab.

Die Lösung: Rechnungen pünktlich bezahlen, auf Mahnungen schnell reagieren. Falls das Geld für den schnellen Ausgleich offener Rechnungen fehlt, das Gespräch mit den Gläubigern suchen. In vielen Fällen ist eine Ratenzahlung möglich, mit der sich Mahnbescheide und Zwangsvollstreckungen vermeiden lassen.

Das Problem: Insolvenz oder eidesstattliche Versicherung

Beides gilt de facto als Nachweis darüber, dass ein Verbraucher nicht mehr zahlungsfähig ist. Insbesondere das private Insolvenzverfahren eröffnet Möglichkeiten, der Überschuldung zu entfliehen. Jeder bekommt die Chance, nach einigen Jahren noch einmal neu und ohne Schulden anzufangen. Aber: Während des laufendes Insolvenzverfahrens bzw. bei bereits eingetretener Zahlungsunfähigkeit sind neue Kredite absolut tabu.

Die Lösung: Eine schnelle Lösung gibt es hier nicht, es hilft nur Geduld. Ein begonnenes Insolvenzverfahren muss zu Ende geführt werden. Das beinhaltet auch das Abtragen der Schulden im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten. Mit der Restschuldbefreiung zum Abschluss des Verfahrens wird ein Neubeginn möglich. Wenn auch die sonstigen Rahmenbedingungen stimmen, ist dann – also nach dem Ende des Insolvenzverfahrens – die Kreditwürdigkeit wiederhergestellt.

Das Problem: Wohnsitz im Ausland

Deutsche Banken vergeben Kredite oft nur an deutsche Kunden. Hier ist nicht die Staatsangehörigkeit entscheidend, sondern der Wohnsitz. Die Meldeadresse sollte sich also in der Bundesrepublik befinden. Wichtig ist auch eine deutsche Bankverbindung. Außerdem sollte jeder Kreditinteressent mit ausländischen Wurzeln eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland haben. Bei lediglich befristeten Genehmigungen vergeben die meisten Banken keine Kredite.

Die denkbare Lösung – Verlagerung des Wohnsitzes nach Deutschland – kommt für viele Betroffene nicht in Betracht. Damit gibt es für eine Kreditaufnahme in der Bundesrepublik kaum Chancen. In diesem Fall ist es sinnvoller, direkt am ausländischen Wohnsitz bei einer einheimischen Bank nach einem Darlehen zu fragen.
>>


Das könnte Sie auch interessieren:

So erhöhen Sie Ihre Chance auf eine schnelle Kreditzusage

Tipps für Paare: Kredit gemeinsam beantragen

Welche Voraussetzungen muss ich für einen Kredit erfüllen?

 

 

 

Hinterlasse eine Antwort

CAPTCHA-Bild

*