Vor der Zinswende: Was Kreditnehmer jetzt tun sollten

Jahrelang haben Verbraucher von historisch niedrigen Darlehenszinsen profitiert. Doch damit dürfte bald Schluss sein. Was das für Sie als Kreditnehmer bedeutet, erklären wir Ihnen diesem Artikel.

Die Anzeichen mehren sich, dass die Europäische Zentralbank die Leitzinsen schon sehr bald erhöhen wird. In den USA hat die Notenbank bereits das Ende der Niedrigzins-Phase eingeläutet, und auch bei uns stehen die Währungshüter in den Startlöchern. Für clevere Verbraucher bietet sich aber jetzt noch die Chance, die Niedrigzinsen für die nächsten Jahre zu sichern.

Wenn von der Europäischen Zentralbank (EZB) und den Leitzinsen die Rede ist, klingt das immer „weit weg“. In Wahrheit beeinflussen aber die Entscheidungen der Notenbanker auch Ihr Leben als Verbraucher – egal, ob Sie als Sparer Guthaben zur Bank tragen oder sich als Kreditnehmer Geld leihen. Denn die Zinsen, die Sie bekommen oder zu zahlen haben, orientieren sich wesentlich an den Leitzinsen der EZB. Der Leitzins ist sozusagen der Satz, zu dem sich Banken ihrerseits Geld von der Zentralbank leihen können. Steigt der Satz, werden Kredite teurer.

Zinsanpassungen betreffen im Bereich der Ratenkredite aber immer nur neu abgeschlossene Verträge. Wenn morgen die Zinsen steigen und Sie übermorgen einen Kredit aufnehmen, müssen Sie mehr Geld bezahlen. Sichern Sie sich Ihr Darlehen jedoch bereits jetzt und kommt die Zinserhöhung nach Ihrer Unterschrift unter den Kreditvertrag, profitieren Sie weiterhin von den aktuell niedrigen Zinsen – und zwar auf Jahre hinaus. Denn im Darlehensvertrag wird der Effektivzins für die komplette Laufzeit festlegt. Entscheiden Sie sich beispielsweise für eine Laufzeit von 60 oder 72 Monaten, sind Sie fünf beziehungsweise sogar sechs Jahre vor Zinserhöhungen geschützt.

Wenn Sie jetzt oder in Kürze frisches Geld brauchen, lautet deshalb die klare Empfehlung: Fordern Sie Ihr kostenloses Angebot am besten noch heute an und bringen Sie Ihren Kreditvertrag dann so schnell wie möglich unter Dach und Fach. Selbst wenn Sie erst in drei oder vier Monaten zum Beispiel ein Auto oder neue Möbel anschaffen wollen, lohnt es sich, jetzt aktiv zu werden. „Notfalls“ lassen Sie die Kreditsumme eben ein paar Wochen länger als Guthaben auf Ihrem Konto liegen. Das rechet sich angesichts der aktuellen Niedrigzinsen mehr als eine Taktik des Abwartens, die Ihnen am Ende womöglich höhere Zinsen für Ihr Darlehen beschert.

Finanzexperten raten dazu, jetzt einen Finanzplan fürs Jahr 2018 aufzustellen. Nehmen Sie sich am Wochenende oder nach Feierabend einmal eine Stunde Zeit und listen Sie anstehende Investitionen auf. Brauchen Sie eine neue Waschmaschine oder ein neues Auto? Steht ein Umzug an, planen Sie eine größere Reise oder eine Renovierung? Für alle planbaren Kosten, die Sie nicht aus den laufenden Einnahmen bezahlen können oder wollen, gilt: Holen Sie sich jetzt möglichst schnell Ihren Kredit zu historisch günstigen Konditionen – bevor es dafür vielleicht schon in wenigen Wochen zu spät ist.