Weiter keine Obergrenze für Dispozinsen

Teure Dispozinsen - besser ist ein günstiger RatenkreditSeit Jahren klagen Verbraucherschützer über die extrem hohen Zinsen für Dispokredite. Obwohl die Leitzinsen inzwischen nahe Null liegen, langen die großen Banken weiterhin kräftig zu.

Wer mit seinem Konto ins Minus rutscht, gerät deshalb schnell in eine Schuldenfalle und muss tief in die Tasche greifen.

Die Opposition in Berlin wollte die Verbraucher vor dem Zins-Wucher fortan besser schützen. Die Zinsen für Überziehungskredite, so der Plan der Linken, sollte maximal fünf Prozent über dem gültigen Leitzins liegen dürfen.

Das wäre eine enorme Erleichterung für viele betroffenen Kunden gewesen – verlangten die „Spitzenreiter“ doch noch vor einigen Monaten bis zu 18,45 Prozent Zinsen.

Auch die Grünen forderten in ihrem Antrag eine gesetzliche Deckelung der Dispozinsen auf einem „vertretbaren Niveau“.

Große Koalition gegen Deckelung für Dispozinsen

Die Große Koalition aus SPD und CDU hat die verbraucherfreundliche Regelung aber nun ausgebremst. Im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz wurden die Obergrenzen für Dispozinsen abgelehnt, der Bundestag dürfte in Kürze ähnlich entscheiden.

Die Begründung der Blockierer ist relativ dürftig. Die SPD hofft, mehr Transparenz werde es schon richten. Und die CDU will aus grundsätzlichen Erwägungen keine gesetzliche Deckelung.

Den Preis für diese Entscheidung werden auch weiterhin die Verbraucher zahlen müssen, deren Konto ins Minus gerutscht ist – es sei denn, sie lösen ihren Dispokredit durch einen günstigen Ratenkredit ab.

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