Sparsamkeit ist eine Tugend, die in vielen Bereichen des Lebens weiterhilft. Wenn es um Kredite geht, gilt das aber nur teilweise. Denn wer an der falschen Stelle spart, zahlt später womöglich drauf. Die Wahl einer zu niedrigen Finanzierungssumme ist einer der häufigsten Fehler bei der Kreditaufnahme.

Sparen ist gut – aber nur bei den Zinsen

Mit Blick auf die Kreditzinsen bringt Ihnen Sparsamkeit ein klares Plus. Je weniger Zinsen Sie für Ihren Kredit bezahlen müssen, desto besser. Der Vergleich verschiedener Angebote ist deshalb auf jeden Fall sinnvoll. Sie können einen solchen Kreditvergleich entweder in Eigenregie vornehmen, oder Sie können auf die Unterstützung von erfahrenen Profis wie Bon-Kredit bauen. Die entscheidende Größe beim Kreditvergleich ist der effektive Jahreszins. Das ist der Zinssatz, in den sämtliche Kreditkosten eingerechnet sind. Es handelt sich also um den „ehrlichsten“ Zins, der Ihnen die wahren Kreditkosten verrät.

Mit einem „kleinen“ Kredit sparen Sie nur scheinbar

Die zweite Stellschraube für die Kreditkosten neben den Zinsen ist die Finanzierungssumme. Je mehr Geld Sie sich leihen, desto mehr müssen Sie zurückzahlen – soweit, so logisch. Auch dass Sie unter dem Strich mehr Zinsen für 10.000 Euro also für 5.000 Euro zahlen, ist nachvollziehbar. Das bedeutet aber eben nicht, dass der kleinere Kredit automatisch günstiger und somit besser ist.

Die Erfahrung zeigt, dass sehr viele Kreditnehmer ihren tatsächlichen Finanzierungsbedarf zu niedrig einschätzen. Sie glauben zum Beispiel, dass 5.000 Euro ausreichen und beschränken sich deshalb auf ein Darlehen in dieser Größenordnung. Vielleicht genügt das Geld auch tatsächlich, um fällige Rechnungen zu zahlen, das Konto auszugleichen oder eine Anschaffung zu bezahlen. Was passiert aber, wenn die nächsten unerwarteten Kosten auftauchen? Wenn plötzlich die Waschmaschine, der Fernseher oder gar das Auto streiken? Dann entsteht eine finanzielle Lücke, die durch einen Kredit geschlossen werden könnte – wenn nicht erst wenige Monate zuvor ein Darlehen ausgezahlt worden wäre. „Aufstockungen“ sind leider nicht so einfach möglich, und so rächt sich eine zu niedrige Kreditsumme schnell.

Viele Verbraucher müssen nun entweder ihr Konto überziehen und extrem hohe Dispozinsen zahlen oder zum Beispiel einen schufafreien Kredit aufnehmen. Auch ein solches Darlehen ist aber fast immer mit höheren Zinsen verbunden als ein regulärer Kredit. Wie man es auch dreht: Es wird teu(r)er. Sehr viel schlauer (und günstiger) wäre es gewesen, direkt einen etwas höheren Kredit zu beantragen. Den aktuell nicht benötigten Teil des Darlehens „parken“ Sie einfach auf Ihrem Konto und haben so ab sofort ein beruhigendes „Polster“. Diese Vorgehensweise rechnet sich gerade in Zeiten niedriger Zinsen ganz besonders.

Fazit: Bei der Kreditsumme besser nicht mit allzu spitzem Bleistift rechnen und lieber ein etwas höheres Darlehen aufnehmen. Früher oder später macht sich das fast immer bezahlt.